Dokumentarfilm

Film ist die Wahrheit – 24 mal in der Sekunde.“ Jean-Luc Godard 

Geschichten zu finden und authentisch zu erzählen – darin liegt für uns die Faszination des Dokumentarischen

 

DOKUMENTARFILM I Durch Lücken im Zaun (AT in Anlehnung an Monika Taubitz‘ gleinnamigen Roman – Entstehungszeitraum 2016/2017)

Für ein kleines Mädchen beginnt eine Odyssee aus Vertreibung, Gewalt, Flucht bis sie schließlich ins württembergische Allgäu gelangt und dort einen Neuanfang wagt. Ihre Erinnerungen hat sie niedergeschrieben, um die schlimmen Erfahrungen zu verarbeiten, um Herr über die Alpträume zu werden, die sie jahrelang verfolgen. Vertrieben, ihres Eigentums und der Heimat ihrer Kindheit beraubt, wurde Monika Taubitz im Februar 1946, und doch liest sich der Anfang ihrer Aufzeichnungen (Taubitz, Monika 1977: Durch Lücken im Zaun), wie ein tagesaktueller Augenzeugenbericht und könnte ebenso von einem Flüchtling verfasst sein, der in diesen Tagen in eine ungewisse Zukunft in Richtung Europa aufbricht.

 

Ein Netz, dass uns im Fallen auffing,
an das wir uns mit steifen Fingern klammerten,
durch das wir hindurch fielen,
von dem wir abtropften mit der Zeit,
tot oder lebendig.
(aus Taubitz, Monika: Treibgut)

 

Vor einigen Jahren haben wir die Schriftstellerin Monika Taubitz kennengelernt, sie ist heute 79 Jahre alt. Bereits ab der ersten Sekunde hat sie uns mit ihrer Geschichte fasziniert. Aufgrund der aktuellen Brisanz des Themas möchten wir nun Taubitz’ Erlebnissen, das Schicksal einer jungen Frau gegenüberstellen, die heute ihr Leben in einem Krisengebiet meistert. Aufgrund der äußeren Umstände spielt sie mit dem Fluchtgedanken nach Europa. Im Film eingerahmt von Monika Taubitz‘ Kriegserfahrung kann die Protagonistin ihre Geschichte von Ängsten und Hoffnungen, von Heimatlosigkeit und Entwurzelung erzählen. Die Parallelen sind spürbar.
Wir sind gemeinsam mit Monika Taubitz in ihre ehemalige Heimat, in die polnische Grafschaft Glatz, gereist und sind mit ihr auf eine erste Spurensuche gegangen. Aktuelle Einblicke folgen…

 

 

 

PROJEKT-Teaser I Wallander geht in die Oper (Entstehungszeitraum 2013/2015)

Oper und Krimi? Kurt Wallander als singender Bariton? Wie passt das zusammen? Passt das überhaupt zusammen?

Als eigensinniger schwedischer Polizeikommissar hat Kurt Wallander in den vergangenen zwanzig Jahren unzählige Fälle gelöst und die Herzen seiner Leser auf der ganzen Welt im Sturm erobert. Sein Schöpfer Henning Mankell hat ihn nach 14 Bänden in den Ruhestand geschickt. In dem Opernprojekt „W-Opera“ (AT) wird nun die Geschichte des Romanhelden und Liebling der Massen weitergehen – auf der Opernbühne.

Der Projekt-Teaser „Wallander geht in die Oper“ erzählt von diesem einzigartigen Projekt. Als bekennender Wallander-Fan und Musikliebhaber möchte der Tübinger Universitätsmusikdirektor Philipp Amelung Wallanders Geschichte in Form einer Kriminaloper weitererzählen und damit ein neues Genre erschaffen. Das Konzept des Projektes sieht vor auch Studierende in den Entstehungsprozess der Oper miteinzubinden. Doch können sie dem professionellen Anspruch gerecht werden? Und kann die Oper ein Massenpublikum, wie die Wallander-Liebhaber erreichen und selbst Henning Mankell überzeugen?